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2013/2 - Sefora Nelson

Hoffnung ...

Hoffnung ...
Was ist Hoffnung? Nur die kleine Schwester von Glaube oder Liebe? Wie hat sie sich nur für die „Top3“ der Dinge, die bleiben, qualifiziert?

Vor ein paar Tagen habe ich sehr eindrucksvoll die emotionale Kraft von Hoffnung gespürt, als wir abends als Familie zusammensaßen.

Zum ersten Mal war unser Traum greifbar nah. Unsere 57m²-Wohnung in Stuttgart war längst zu klein für uns vier geworden, und schon so oft hatten wir uns zum Kauf einer Immobilie beraten lassen.

„Sie sind Künstlerin und ihr Mann verdient nicht gut genug. Kommen sie in ein paar Jahren wieder.“ Erst vor wenigen Monaten hatten wir die Hoffnung aufgegeben und unsere Wohnung komplett renoviert. Neue Farbe an die Wand, neue Möbel in die Zimmer, neue Lampen an die Decken. Das machte sie zwar nicht größer, aber schöner, gemütlicher.

Nun hatten wir uns einen Bauplatz für ein Reihenhaus angeschaut und waren so überrascht, dass der Finanzberater uns große Hoffnungen auf eine Finanzierung machte. Er könne es uns nicht schriftlich geben und wir müssten uns noch ein paar Wochen gedulden, aber alle seine Anträge seien bisher akzeptiert worden. Da waren wir nun in unserer engen Küche und träumten von unserem neuen Reihenhaus. Jedes Kind ein Zimmer, ein Musikzimmer sogar und ein Garten. Noch hatte sich an den äußeren Umständen nichts verändert, noch immer wohnten wir in Stuttgart, noch hatten wir den Kaufvertrag nicht unterschrieben – aber gleichzeitig waren wir noch nie so nah am Ziel und voller Hoffnung gewesen.

Genau in diesem Moment ist mir klar geworden, weshalb Hoffnung es in die „Top3“ geschafft hatte. Hoffnung ist ein leidenschaftliches Warten, das meine Gegenwart verändert. Plötzlich machten uns die Schnarchgeräusche des Nachbarn nichts mehr aus, auch von den Ratten im Keller hatten wir uns innerlich verabschiedet. In Gedanken waren wir bereits die stolzen Besitzer eines neuen Reihenmittelhauses!

Was erwarte ich leidenschaftlich von Gott? Welches Versprechen lässt meine Gegenwart erblassen und füllt mich mit einer freudigen Erwartung auf die Zukunft? Oder habe ich die Hoffnung verloren und mache es mir in meiner temporären Residenz gemütlich? Was wäre, wenn ich sein Versprechen sogar schriftlich hätte? Wäre das nicht noch ein Grund mehr, die Hoffnung zu pflegen und nicht aufzugeben, auch wenn der Alltag mit all seinen Sorgen und Herausforderungen mich mal wieder ganz in seinen Bann ziehen will? Wie gut, wenn wir uns durch die Verheißungen der Bibel immer wieder neue Hoffnung einflößen lassen.